Was Hobbyhandwerker über Schleifmittel wissen müssen

29. September 2016 10:587 commentsViews: 22

Was Hobbyhandwerker über Schleifmittel wissen müssen

Wer in Haus und Garten gerne selbst Hand anlegt, wird sich über kurz oder lang einmal mit Schleifmittel beschäftigen müssen. Selbst Hobbyhandwerker kommen nicht um Schleifpapier herum, wenn sie zum Beispiel eine Gartengarnitur aus Holz selbst sanieren möchten. Schleifmittel kommen immer dann zum Einsatz, wenn man eine besonders glatte Oberfläche erzielen will. Sieht man sich in einem Baumarkt nach Schleifmittel um, wird man von der großen Auswahl überrascht sein. Man kann nämlich nicht jedes Schleifmittel oder jede Schleifscheibe für jedes Material einsetzen. Bei Mirka Schleifmittel findet man passendes Werkzeug für jeden Stoff. Ein wichtiger Wert, den man kennen sollte, ist die Körnung. Dieser Parameter bezeichnet die Größe der Schleifkörner. Je höher die auf der Schleifscheibe aufgedruckte Zahl ist, umso feiner fällt das Schleifpapier aus. Die einzige Ausnahme betrifft Schleifmaterial aus Diamant, wo die Körnung gröber ausfällt, wenn die angegeben Zahl hoch ist. Alle Mittel werden in die Kategorien sehr fein, fein, mittel und grob eingeteilt. Ein weiterer Wert, der auf dem Schleifmaterial abgedruckt ist, betrifft die Struktur. Diese Kennzahl betrifft den Abstand der Schleifkörner zueinander. Wählt man Schleifpapier mit einer Struktur von 1 bis 4, liegen die Schleifkörner besonders dicht bei einander,  beim höchsten Wert von 18 sehr weit voneinander entfernt. Welches Schleifmaterial gewählt wird, hängt vom Einsatzzweck und vom Material ab. In Häusern und Wohnungen werden Schleifmaschinen zum Beispiel für die Sanierung von Parkettböden verwendet. Dafür sind mehrere Schleifgänge notwendig. Man beginnt mit eine groben Körnung und schließt mit feineren Schleifscheiben ab.

 

Welche Schleifkörner werden verwendet?

Wer sich Schleifpapier genau ansieht, wird rasch erkennen, dass nicht immer dasselbe Material verwendet wird. Es gibt sowohl Schleifpapiere aus natürlichen als auch aus künstlichen Stoffen. Zu den natürlichen Schleifmaterialien zählen zum Beispiel Quarz, Flint oder Granat. Diese Stoffe eignen sich besonders zum Abschleifen relativ weicher Oberflächen wie zum Beispiel bei Holz oder Kunststoff. Wer zum Beispiel seine ausgebleichte Gartengarnitur aus Holz abschleifen möchte, wählt Schleifmittel aus natürlichen Materialien. Für die Bearbeitung harter Stoffe kommen andere Schleifmittel zum Einsatz. Bis auf Diamant sind natürliche Schleifmittel nämlich für die Bearbeitung harter Metalle zu weich. Natürlicher Diamant als Schleifmittel kommt aus Kostengründen nur selten zum Einsatz. Mit Hilfe modernster Technik lässt sich Diamant jedoch aus Graphit auch künstlich herstellen. Dazu wird der Rohstoff extremem Druck und großer Wärme ausgesetzt. Die idealen Einsatzgebiete für Schleifmittel aus Diamant sind das Bearbeiten von Hartmetall, Keramik oder Stein. Zu den synthetisch hergestellten Schleifkörnern zählt zum Beispiel Korund, dass aus Aluminiumoxid hergestellt wird. Damit kann man auch hochlegierte Stähle bearbeiten. Siliziumcarbid wird aus Quarzsand und Koks hergestellt. Bei der Herstellung dieses besonders harten Schleifmaterials werden die Grundstoffe auf etwa 2500 Grad Celsius erhitzt. Besonders gut ist Siliziumcarbid für das Schleifen von Stoffen mit wenig Zugkraft geeignet. Glas, Aluminium, Messing und Bronze zum Beispiel können damit sehr gut bearbeitet werden. Kubisches Bornitrid ist auch unter der Abkürzung CBN bekannt. Dieses Schleifmittel wird in der Industrie gebraucht, nämlich um schwer spannbare Stähle zu schleifen.

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